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Schluss mit der ideologischen Schulstruktur-Debatte!
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Antrag beschlossen vom Erweiterter Bundesvorstand 2007 am 16.03.2008
Aufgelistet in den Kategorien:
Start > Bildungs- und Wissenschaftspolitik Start > Bildungs- und Wissenschaftspolitik > Grundsätze Weitere Formate: XML | PDF Die Jungen Liberalen sehen die ideologisch geführte Strukturdebatte, welches Schulsystem das Richtige sei, als kontraproduktiv und daher kritisch an. Vielmehr fordern wir den Fokus auf die Qualität der Schulen zu lenken, die es an vielen Punkten dringend zu verbessern gilt. Die Entscheidung über die konkrete Schulform soll künftig nicht durch die Landesregierungen, sondern durch die eigenständige Schule in Absprache mit der Schulträgerschaft erfolgen.
Die internationale PISA-Studie darf in diesem Zusammenhang nicht
überinterpretiert werden, weil sie lediglich die Kompetenzen der
Schüler und Schülerinnen der neunten Klassen untereinander
verglichen hat und somit jede Überlegung, die Schulstruktur der
erfolgreichen Länder zu übernehmen, abwegig ist. Stattdessen sind
viele weitere Faktoren, wie z. B. die erhöhte Schulautonomie, ein
besserer Schüler-Lehrer-Schlüssel, vermehrte Evaluationen, sowie
ein professionelles Schulmanagement dabei die
Erfolgsgaranten.
Die Finanzmittel der Schule ergeben sich aus einem Sockelbetrag,
erhöht um einen Festbetrag pro Schüler. Hierbei kann der Betrag bei
Förderbedürftigen bzw. besonders Förderbedürftigen erhöht werden.
Auch ein Sponsoring kann zusätzlich den Schulhaushalt stärken,
insofern es mit dem Lehrauftrag vereinbar ist. Nicht verwendete
Mittel können über das Haushaltsjahr hinaus gespart und verwendet
werden.
Die Jungen Liberalen fordern zur Verbesserung der Bildungssituation
eine konsequente Verkleinerung der Klassen aller Schulformen, sowie
den konsequenten Ausbau individueller Förderungsmöglichkeiten für
Schülerinnen und Schüler.
Evaluation
Für eine differenzierte Qualitätsanalyse ist die Kombination
mehrerer Kriterien wichtig. Zu den aussagefähigsten Prüfsteinen
gehören dabei Befragungen von Schülern und Absolventen, die Anzahl
der Schulabgänger mit Schulabschluss, die Quote der Schulabgänger
mit Ausbildungsplatz und der Praxisbezug während der
Unterrichtszeit. Letzteres wird vor allem durch die Kooperation mit
der Wirtschaft und dem Handwerk unterstützt. Des Weiteren zeigt
sich die Qualität der Schule deutlich an der Anzahl der Schüler,
die dazu befähigt werden auf eine höhere Schulform zu wechseln. In
diesem Zusammenhang spielt eine kontinuierliche Verbesserung der
Durchlässigkeit zwischen den Schulformen vor allem nach oben eine
zentrale Rolle. Die Erfolge von Schülern bei externen Wettbewerben
und standardisierten Leistungsüberprüfungen sollen zusätzlich
Aufschluss über die Lehrqualität der Schule geben. Schulmanagement
Die Jungen Liberalen wollen den deutschen Schulen mehr
Gestaltungsfreiheit geben. Sie sollen mehr Entscheidungsrechte, ein
eigenes Budget und weitgehende Personalhoheit erhalten: Die Schule
soll ihre Angelegenheiten selbst regeln. Damit wächst die
Verantwortung der Schule für ihr Handeln und ihre Entscheidungen
und zugleich ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Damit
die Eigenverantwortung der Schulen nicht zu Lasten der
pädagogischen Arbeit der Lehrkräfte geht, halten die Jungen
Liberalen ein intelligentes Schulmanagement für unerlässlich. Dies
erfordert einen Wechsel in der Personalstruktur der Schulen.
Verwaltungsaufgaben, insbesondere finanzielle und organisatorische
Angelegenheiten des Schulalltags sollen von Fachkräften mit einer
entsprechenden Ausbildung übernommen werden. |




